Über den Wolken

Jedes Mal, wenn ich den Flughafen betrete, frage ich mich: "Warum tue ich mir das an?" 

Es gibt nichts, was ich gleichzeitig so sehr liebe und doch hasse, wie das Fliegen. Flugzeuge, insbesondere die großen Airbus interessieren mich am meisten. Ich finde es faszinierend, wie diese Giganten elegant in die Luft steigen. Doch rücken meine Flüge immer näher, wandelt sich meine Faszination in leichte Panik. Obwohl ich selbst Vielflieger bin und schon unzählige Stunden in der Luft verbracht habe, graut mich das Betreten eines Flugzeugs immer wieder erneut.

Während die anderen Passagiere gelassen und in aller Ruhe im Flughafen auf und ablaufen, kreisen in meinem Kopf die Gedanken, über die nächsten 12 Stunden in den beklemmenden Engen des Flugzeugs.
Wenn dann noch die Türen des Flugzeugs geschlossen werden, und man ganz genau weiß, dass man jetzt nicht mehr raus kommt, hilft es mir nur noch, mein Gesicht in einem Kissen zu vergraben, bis das Wackeln sein Ende genommen hat, und wir die maximale Flughöhe erreicht haben.

Und sobald ich mich dann wieder traue, aus dem Fenster zu gucken, weiß ich wieder warum ich mir diesen ganzen innerlichen Stress antue: Weil nichts so schön ist, wie die Welt aus den Augen der Vögel zu betrachten.

 

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